Le Figaro: Verhandlungen zwischen Etihad und Air France-KLM
22.02.2012 16:48 – Der Air Berlin-Großaktionär Etihad Airways verhandelt nach einem französischen Medienbericht mit der schwächelnden französisch-niederländischen Air France-KLM über eine Partnerschaft.
Die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit ihrem Luftverkehrs-Drehkreuz in Abu Dhabi galt bisher als erbitterter Rivale der Franzosen. Eine Air France-Sprecherin lehnte auf Anfrage jeglichen Kommentar zum Artikel der Mittwochsausgabe der französischen Zeitung "Le Figaro" ab. Das Blatt zitierte unter anderem einen ungenannten Air France-Manager mit den Worten: "Wir sind der Ansicht, dass wir jetzt Mittel und Wege finden müssen, um zusammenzuarbeiten, statt uns permanent zu bekämpfen."
Erst vor wenigen Wochen stockte Etihad bei Air Berlin auf: Das Unternehmen steigerte seinen Anteil an der deutschen Fluggesellschaft von 2,99 auf 29,21 Prozent.
Unabhängig von diesen Überlegungnen investiert Etihad auch in seine Frachtflotte. Erst kürzlich bestellte es zwei weitere Flugzeuge der A330-200F-Flotte (Ladevolumen bis zu 70 t).(dpa/rh)
Arbeitskampf bei APM Terminals im Hafen Rotterdam beendet
22.02.2012 15:58 – Der seit Wochen schwelende Arbeitskonflikt beim Rotterdamer Containerterminal-Betreiber APM Terminals ist beigelegt. Am Mittwoch einigten sich das Unternehmen und die Gewerkschaften nach harten…
Ergebnis ist ein umfangreicher Vertrag mit einer Laufzeit von 27 Monaten. Für 2012 und 2013 sind zwei Lohnerhöhungen sowie zweimalige Sonderzahlungen vorgesehen. Die aktuell rund 800 Beschäftigten erhalten eine Arbeitsplatzgarantie bis 2016 und eine Sonder-Pensionsregelung im Zusammenhang mit der verlängerten Lebensarbeitszeit. (eha)
EU-Kommission stellt Rechtmäßigkeit staatlicher Flughafen-Beihilfen in Frage
22.02.2012 15:38 – Die EU-Kommission äußerte am Mittwoch Zweifel an der Rechtmäßigkeit staatlicher Beihilfen für die Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken. Zudem soll die Stadt Lübeck den Flughafen Lübeck-Blankensee zu…
In einer Mitteilung zum Flughafen Saarbrücken heißt es: "Die Kommission bezweifelt, [...] dass der Flughafen unter Marktbedingungen betriebsfähig wäre." Der Airport werde über die Verkehrsholding Saarland finanziert, die wiederum Kapital des Landes erhalte. Für staatliche Beihilfen gelten in der EU Regeln. Diese dürfen zum Beispiel nicht einzelne Unternehmen gegenüber Konkurrenten unbotmäßig bevorzugen. Kritisch sieht die EU-Kommission auch Rabatte für Fluggesellschaften, die Saarbrücken anfliegen. Cirrus Airlines und Air Berlin erhielten noch zusätzliche Zahlungen. Diese Fluggesellschaften könnten dadurch möglicherweise wirtschaftliche Vorteile gegenüber Wettbewerbern erlangen.
Auch beim kleinen Regionalflughafen Zweibrücken geht es um angebliche staatliche Beihilfen sowie spezielle Vereinbarungen mit den Fluggesellschaften Germanwings, Tuifly und Ryanair. Falls die Kommission zu dem Ergebnis kommt, dass die Beihilfen unrechtmäßig gezahlt wurden, müssen sie in die Staatskasse zurückfließen.
Stadt zahlte zuviel. Beim Flughafen Lübeck-Blankensee zweifelt die EU-Kommission am Rückkauf-Deal 2009. Die Stadt Lübeck könnte dem neuseeländischen Infrastruktur-Investor Infratil demnach einen zu hohen Preis gezahlt haben. Diesem sei dadurch möglicherweise ein Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Konkurrenten entstanden. Erst Anfang Dezember 2005 erwarbt Infratil 90 Prozent der Flughafenanteile.
Die Brüsseler Behörde wird nun überprüfen, ob der Rückkauf mit EU-Wettbewerbsrecht vereinbar ist.
Auch die wirtschaftliche Einstellung der Stadt Lübeck gegenüber ihrem Flughafen zieht die Kommission in ihrer Mitteilung in Zweifel. "Nach Auffassung der Kommission hätte der Flughafen aufgrund seiner finanziellen Situation seinen Betrieb unter normalen Marktbedingungen einstellen müssen." Zudem seien Nutzungstarife für Fluggesellschaften möglicherweise zu niedrig angesetzt. Dabei geht es auch um einzelne Vereinbarungen mit Ryanair. (dpa/rh)
Anhaltende Behinderungen am Main-Donau-Kanal
22.02.2012 13:51 – Eis auf dem Main-Donau-Kanal wird die Schifffahrt vermutlich noch zwei bis drei Wochen lang behindern.
Auch nachdem die Eisschicht aufgebrochen wurde, könnten vorerst nur kleinere Frachtschiffe den Kanal passieren. Dazu informierte das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg am Mittwoch. Das Treibeis taue nur sehr langsam. Vor allem vor Schleusen könne es mit aufgestauten Eisbrocken immer wieder Probleme geben. Von Donnerstag an sollen wieder kleinere Schiffe auf der Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg fahren können. Am Mittwoch waren dort vier Eisbrecher mit dem Knacken der dicken Eisschicht beschäftigt, einige kleinere Frachter unternahmen bereits Testfahrten.
Im südlichen Abschnitt der 171 km langen Wasserstraße entspanne sich die Lage allerdings nur langsam. In Richtung Donau könnten wohl erst gegen Ende der Woche erste kleinere Schiffe den Kanal passieren. Hier sei die Eisschicht noch immer sehr dick. (dpa)
Nutzfahrzeug-Vorstand bleibt eigenständig
22.02.2012 13:06 – VW-Personalchef Horst Neumann hat Spekulationen um Eingriffe der Wolfsburger Konzernzentrale in die Führung des Nutzfahrzeuggeschäfts zurückgewiesen. “Die Eigenständigkeit des Vorstands ist nicht…
Aus Unternehmenskreisen war am Montag verlautet, dass der Vertriebsvorstand des hannoverschen Volkswagen-Ablegers, Harald Schomburg, Ende März ohne Nennung näherer Gründe ausscheiden solle. Dies soll bei vielen Mitarbeitern Unverständnis ausgelöst haben, weil Schomburg einen guten Job gemacht habe.
Die Wolfsburger hatten dazu zunächst keine Stellung nehmen wollen. Von einer geplanten Aushöhlung des Markenvorstands bei den Nutzfahrzeugen könne jedoch keine Rede sein, erklärte Neumann nun dem Blatt. Aus dem Umfeld des Unternehmens hatte es zuvor geheißen, der Niederländer Bram Schot sei als Nachfolger für Schomburg im Gespräch.
VW hatte ihn nach Medienberichten im vergangenen Sommer für eine Führungsposition im Nutzfahrzeuggeschäft in den Konzern geholt. (dpa)
Bauarbeiten zum Lückenschluss zwischen A2 und A30 können starten
22.02.2012 12:59 – Ein Gericht hat grünes Licht für die Bauarbeiten zum Lückenschluss zwischen den Autobahnen 2 und 30 bei Bad Oeynhausen (nahe Minden) gegeben.
Gegen den Beginn der Arbeiten hatte ein Unternehmer geklagt, dessen Grundstück mit Lagerhallen und Bäumen mitten auf der geplanten Trasse liegt. In einem Eilverfahren entschied das Verwaltungsgericht Minden am Dienstag aber, dass das öffentliche Interesse am sofortigen Baubeginn überwiege (Az.: 1 L 79/12).
Zuvor hatte die Bezirksregierung Detmold dem Landesbetrieb Straßen.NRW erlaubt, mit den Arbeiten auf dem Grundstück zu beginnen, ohne das Enteignungsverfahren abzuwarten. Dagegen hatte sich der Unternehmer mit einem Eilantrag gewehrt. Nach der Ablehnung durch das Gericht bleibt ihm nun noch die Möglichkeit der Berufung. (dpa)
IN tIME hält Wachstumskurs
22.02.2012 12:53 – Die auf Sonderfahrten spezialisierte IN tIME Express Logistik konnte ihr Geschäft im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Der Jahresumsatz stieg Angaben des Unternehmens zufolge gegenüber dem Vorjahr um…
Das Wachstum sei in der ersten Jahreshälfte vor allem durch die steigenden Transportanforderungen großer Bestandskunden in der Automobil- und Autozulieferindustrie getragen worden, heißt es in der Presseerklärung weiter. Belegschaft und Transportnetz wurden erweitert, um mit der Nachfrage Schritt halten zu können. So hat IN tIME die Zahl der Mitarbeiter um rund 10 Prozent auf etwa 450 erhöht. Die Zahl der Fahrzeuge von A-Unternehmern wuchs von rund 1100 auf 1300 an. Insgesamt kann IN tIME in seiner Disposition auf über 3000 einsatzbereite Fahrzeuge zurückgreifen, wobei es sich überwiegend um Transporter/Busse und LKW bis 7,5 t handelt.
Eine Herausforderung stellten die weiterhin steigenden Kosten dar. Gegenüber 2010 kletterten die Dieselkosten um 15 Prozent, was für entsprechenden Druck auf die Ertragsmargen sorgte. Da Verteuerungen in einem solchen Ausmaß nicht allein durch Produktivitätsverbesserungen aufgefangen werden können, steuerte IN tIME mit moderaten Preiserhöhungen und der Einführung von Dieselgleitklauseln gegen. (sm)
Häfen blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück
22.02.2012 12:32 – In Schleswig-Holsteins Seehäfen wurden im Jahr 2011 knapp 50 Mio. Tonnen umgeschlagen. Das geht aus den Umschlagzahlen hervor, die von den schleswig-holsteinischen Seehäfen erstmals gemeinsam…
Mit 49,21 Mio. t Ladung ist Schleswig-Holstein hinter Hamburg und den bremischen Häfen das Bundesland mit dem drittgrößten Seegüterumschlag in Deutschland, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.
Größter Umschlagshafen des nördlichsten deutschen Bundeslandes, gemessen an den Umschlagzahlen, ist der Hafen der Hansestadt Lübeck mit rund 26,57 Mio. t, gefolgt von den Häfen in Brunsbüttel (10,36 Mio. t), dem Seehafen Kiel (6,29 Mio. t) und dem Fährhafen Puttgarden (4,36 Mio. t).
Neben diesen größeren Häfen sind im Bundesland ebenso eine Vielzahl mittelgroßer und kleinerer Häfen vertreten, die insbesondere für die regionale Industrie eine wichtige Rolle spielen. So wurden in Flensburg 511 000 t, im Kreishafen Rendsburg 375 000 t, im Husumer Hafen 321 000 t, im Büsumer Hafen 140 000 t, im Glückstädter Außenhafen 138 000 t, im Hafen Neustadt 72 000 t und im Hafen Wyk auf Föhr rund 68000 t umgeschlagen.
Der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V. (GvSH) will künftig die Zusammenarbeit mit den Hafenverbänden der norddeutschen Nachbarbundesländer intensivieren. Eine Vielzahl hafenspezifischer Themen sei über die Landesgrenzen hinaus von Bedeutung. Hierzu finden Abstimmungsgespräche mit den Verbänden und Hafenstandorten aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen statt. Für die Häfen im eigenen Bundesland regt der GvSH zudem eine Neuauflage des "Hafenkonzeptes Schleswig-Holstein" an. (sm)
Lkw transportierten 2011 drei Viertel der Frachtmenge
22.02.2012 12:23 – Das Statistische Bundesamt hat die vorläufigen Zahlen für den Güterverkehr 2011 bekanntgegeben.
Danach wurden mehr als drei Viertel der Frachtmengen auf den Straßen bewegt. Im vergangenen Jahr waren dies 3,36 Mio. t – 7,7 Prozent mehr als 2010. Bahnwaggons transportierten rund 374 Mio. t, Seeschiffe 292 Mio. t und Binnenschiffe 220 Mio. t.
In Deutschland sind derzeit rund 2,5 Mio. Lkw zugelassen. Der Großteil sind kleinere Transporter bis 3,5 t Gesamtgewicht, schwere Lkw über 12 t gab es zu Jahresbeginn fast 200 000. Über die Straßen rollen noch Zehntausende ausländische Lkws. (dpa)
Start des JadeWeserPorts trotz Schäden nicht in Gefahr
22.02.2012 11:08 – Trotz Schäden an der Kaje des neuen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven sieht Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) die Eröffnung im August nicht gefährdet.
Der Hafenchef habe die Baufirmen mit Nachdruck zu einer zügigen Beseitigung der bereits seit Oktober aufgetretenen Schäden an den Spundwänden aufgefordert, sagte Bode am Mittwoch unter Verweis auf einen Bericht des "Weser-Kuriers" vom selben Tag. Nach dem Brandbrief seien die Baufirmen die Schäden mit einem verbesserten Projektmanagement und zusätzlichem Personal angegangen. Mehrkosten für das Land seien nicht zu befürchten. (dpa)

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